Hund als Beifahrer. Sinnvoll sichern.

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Achtung, ein Hund! Lenkt den eigenen Vierbeiner ab, damit er nicht bellt! Oder auch Vorsicht vor Langeweile – eventuell möchte der fellige beste Freund ja ein bisschen kuscheln und drängt sich zwischen Fahrer- und Beifahrersitz. Süß ist es ja, wenn der Hund auch im Auto seinen Beschützerinstinkt auslebt oder seiner Familie zeigen möchte, wie gern er sie hat. Oder seinen Kopf im Sommer aus dem offenen Fenster hängen lässt, um den Fahrtwind zu genießen. Oder aber direkt als Beifahrer die Straße genau beobachtet. Doch das ist auch ungemein gefährlich! Wie wird der Hund vernünftig gesichert?

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Ladungssicherung gilt auch für das Tier

Wenn man mit dem Auto in den Urlaub fährt, gibt es vieles zu beachten. Nicht nur, dass wichtige und vorgeschriebene Utensilien wie der Erste Hilfe Kasten und die Warnwesten dabei sein müssen, das Gepäck muss auch richtig verstaut und gesichert sein. Streng genommen wird der Hund ebenfalls als „Ladung“ verstanden, die ordnungsgemäß gesichert sein muss. Wir wollen aber gar nicht auf dem Begriff „Ladung“ herumtrampeln, denn es ist schließlich auch in unserem Interesse, wenn dem Hund im Falle einer Vollbremsung oder eines Unfalls so wenig wie möglich passieren kann.

Hund und Bahn – das geht!

Hunde fallen in Österreich unter die Ladungssicherungsvorschrift des Kraftfahrzeuggesetzes. Diese besagt, dass Ladung ordnungsgemäß gesichert sein muss. Es besagt aber nicht, wie ein Hund gesichert werden muss. Anders ist es beispielsweise in Italien oder Deutschland, da gilt eine besondere Sicherungspflicht in Form von Anschnallgurten oder ähnlichem. Prinzipiell ist es damit dem Hundehalter selbst überlassen, wie er sein Tier sichert. Sichert er es aber gar nicht und kommt es zu einer Kontrolle oder gar einem Unfall, kann davon ausgegangen werden, dass der Hund eben nicht entsprechend der Ladungssicherungsvorschrift des Kraftfahrzeuggesetzes gesichert war.

Die drei besten Sicherungsmöglichkeiten auf einen Blick

Wie das Gesetz nun ausgelegt wird, wollen wir an dieser Stelle gar nicht weiter behandeln. Fakt ist aber, dass die Sicherheit des Tieres – ob mit oder ohne explizites Gesetz – immer vor gehen sollte. Entsprechend gibt es unterschiedliche Möglichkeit, um für die Sicherheit des Tieres zu sorgen:

Transportbox

Transportboxen gibt es in unterschiedlichen Varianten. Die sicherste ist dabei wohl die fest installierte Transportbox, die im Kofferraum ihren Platz findet, jedoch viel Stauraum braucht, der auch belegt ist, wenn das Tier nicht im Auto mitfährt. Eine Alternative dazu ist die transportable Box, die aber selbst zusätzlich mit Gurten abgesichert sein sollte.

Sicherheitsgurt

Bei einem Sicherheitsgurt für Hunde bekommt der Vierbeiner ein Geschirr umgelegt, das mittels eines kleinen Anschnallgurtes mit dem regulären Anschnaller des Autos verbunden werden kann. Somit kann sich der Hund nicht frei im Auto bewegen und nach vorne springen, ist aber dennoch nicht in seiner eigenen Kiste „gefangen“, sondern kann aus dem Fenster sehen und sich über Streicheleinheiten freuen, falls jemand bei ihm auf der Rückbank sitzt.

Sicherheitsnetz

Eine weitere Option ist das Spannen eines Sicherheitsnetzes zwischen Kofferraum und Rücksitz. Dies dient jedoch lediglich der Sicherung der Mitfahrer, da im Falle einer starken Bremsung das Tier nicht nach vorne geschleudert werden kann. Der Hund selbst ist weitestgehend ungesichert und kann im Falle des Falles im Kofferraum schwer verletzt werden.

Als Fazit bleibt: Der Hund sollte im Auto unbedingt gesichert werden. Zum Schutz der Menschen und zum Schutz des Tieres. Zu welcher Sicherung man greift, bleibt allerdings dem Halter überlassen.

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