Schneehöhle | Rettung im Schneesturm

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„Dunkle Wolken sausen im Zeitraffer am Himmel entlang. Ein Schneesturm braut sich zusammen dabei habe ich mit dem Abstieg ins Tal gerade erst begonnen. Im schneebedeckten Gebirge finde ich keinen sicheren Unterschlupf. Der Schneesturm hat begonnen und peitscht Unmengen von Schnee durch die Luft. Ich kann kaum noch atmen und sehe nur Schnee soweit ich überhaupt noch etwas sehen kann. Plötzlich merke ich wie die Temperatur fällt. Ich friere am ganzen Körper und gleichzeitig spüre ich, wie mein Gesicht innerhalb von Sekunden mit Schnee- und Eispartikeln bedeckt wird. Nur keine Panik. Was soll ich jetzt tun?“

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Es ist egal ob du mit den Skiern abseits der Piste, mit den Schneeschuhen im hohen Gebirge oder ohne Sportgerät im Winter, in den Bergen unterwegs bist. Selbst beim Rodeln in höheren Lagen kann diese Situation schnell zur bitteren Wirklichkeit werden. Solltest du jemals in eine so gefährliche Situation geraten, kann eine Schneehöhle oder ein Kältegraben dein Leben retten!

Der Bau einer Schneehöhle

Zuerst einmal brauchst du genügend Schnee. Ist die Schneelage gut, sollte die Schneetiefe ungefähr zwei Meter betragen. Eine Schneeverwehung wäre für den Bau einer Schneehöhle ideal. Du beginnst damit, indem du dir ein Loch oder eine Art Tunnel gräbst und zwar gerade einmal so groß, dass du samt Gepäck noch durchkriechen kannst. Wichtig, der Eingang sollte im Windschatten sein, damit er nicht durch eine Schneeverwehung zugeweht werden kann. Wenn du drinnen bist, forme dir die Decke zu einer Kuppel, damit das Schmelzwasser seitlich abrinnen kann. Eines darfst du allerdings nie vergessen – die Belüftung. Der Eingang muss immer offen sein wegen der Luftzufuhr. Solltest du gezwungen sein in der Höhle zu übernachten, musst du immer wieder aufstehen und den Luftkanal freimachen, sonst läufst du Gefahr zu ersticken. Bist du erst einmal in der Schneehöhle, heißt es abwarten. Vorm Schneesturm bist du erst einmal sicher bei einer Innentemperatur um die null Grad. Solltest du gezwungen sein mehrere Tage in der Höhle auszuhalten, sollte die Dicke der Decke mindestens eineinhalb Meter betragen.

Schneeverwehung

Schneeverwehung

Der Bau eines Kältegrabens

Sollte die Schneelage nicht geeignet für den Bau einer Schneehöhle sein, bleibt nur eine Lösung. Schaufle dir so schnell du kannst ein Loch und schaffe dir einen Kältegraben. Dann versuche diesen mit Ski, Biwaksack und Schneebrocken abzudecken.

Um erst gar nicht in eine solche lebensbedrohende Situation zu kommen raten wir allen Winter-Aktivsportlern sich vorab einen genauen Wetterbericht zu besorgen. Auch die Empfehlungen von Einheimischen, die das Wetter vor Ort am besten kennen, sollte man ernst nehmen.

urlaubster wünscht euch einen schneesicheren und sturmfreien Winter!

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