Golf: Begriffe für Anfänger

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Interesse an einem Golf-Schnupperkurs? Oder darf es gleich der Grundkurs sein? Da kann man schon mal in das eine oder andere Fettnäpfchen treten oder auf dem Schlauch stehen, wenn die anderen mit Fachbegriffen um sich schmeißen, die ihr noch nicht kennt. Oder wollt ihr diejenigen sein, die bereits im Vorfeld gut informiert sind? Dann kommt unser Artikel über die Golf-Begriffe gerade recht.

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Grundbegriffe

Adress – auch „Ansprechen“ genannt. Wenn der Spieler seinen Stand eingenommen hat und sich kurz vor dem Schlag befindet, bzw. seinen Schläger hinter dem Ball platziert hat, nennt man dies „den Ball ansprechen“. Klingt komisch, ist aber so.

Approach – auch „Annäherung“. Hierbei handelt es sich um die Schläge, die das Ziel haben, den Ball möglichst nahe an das Loch zu bringen.

Caddie – der Caddie ist sozusagen der Träger der Golftasche. Gute Caddies sind jedoch noch viel mehr: Sie stehen beratend zu Seite und kennen sich sowohl mit dem Platz als auch der richtigen Schlägerwahl aus.

Cart – auch „Buggy“ genannt. Hierbei handelt es sich um das Fahrzeug, mit dem Golfer sich und ihre Ausrüstung über den Platz fahren können. Gebt es zu: das wolltet ihr doch auch gerne mal machen, oder?

Chip – einer der wichtigsten Schläge des Spiels ist der Chip. Hierbei wird der Ball aus unmittelbarer Nähe des Grüns ohne großen Schwung geschlagen, sodass er den größten Teil der Distanz rollt. Ziel ist es, möglichst nah an das Loch oder direkt in dieses zu gelangen.

Club – die Bedeutung des Wortes ist eigentlich klar, doch in der Golfersprache bezeichnet der Begriff Club nicht nur einen solchen, sondern auch die unterschiedlichen Golfschläger.

Drive – Der erste Schlag auf einer Bahn, der meistens mit einem Driver geschlagen wird, um eine weite Distanz zurückzulegen.

Driver – vorwiegend zum Abschlag benutzter Golfschläger. Mit diesem können niedrige Flugbahnen und lange Schlagweiten erreicht werden.

Droppen – liegt ein Ball in unspielbarer Lage, darf er „gedroppt“ werden. Dazu wird er mit in Schulterhöhe ausgestrecktem Arm fallengelassen, darf aber nicht näher an dem Loch liegen als vorher.

Eisen – Golfschläger. In der Regel besteht ein Eisenset aus Eisen 1 bis 9, Pitching Wedge und Sand Wedge.

Etikette – das richtige Verhalten auf dem Golfplatz.

Fore – Warnruf, wenn der eigene Ball fehlgeschlagen wurde und dadurch Gefahr für andere Spieler besteht. Der Ausruf „Fore!“ ist ein international üblicher Warnruf auf Golfplätzen. Gut merken, als Anfänger könntet ihr diese Warnung öfter gebrauchen müssen.

Greenfee – die zu entrichtende Platzgebühr, um auf dem entsprechenden Golfplatz spielen zu dürfen.

Handicap – die Spielstärke eines Spielers. Benötigt ein Spieler beispielsweise pro Loch einen Schlag mehr als Par, so hat er ein Handicap von 18.

Par – Abkürzung für „Professional Average Result“. Das Par gibt die Anzahl Schläge an, in der eine Bahn idealerweise gespielt werden sollte. Nicht verzagen, wenn ihr am Anfang noch ganz weit davon entfernt seid!

Pitch – ein hoher, kurzer Schlag, der üblicherweise mit einem Pitching-Wedge ausgeführt wird und genutzt wird, um Hindernisse kurz vor dem Grün zu überwinden.

Platzreife – die Erlaubnis, auf einem Platz spielen zu dürfen. Dazu muss ein Kurs besucht und eine Prüfung abgelegt werden.

Pro – Abkürzung für „Professional“, Bezeichnung für den Golflehrer. Eine Golflehrerin wird Proette genannt.

Putt – Schlag auf dem Grün. Dieser wird mit einem Putter ausgeführt, wobei der Ball nur rollt und nicht fliegt.

Rangefee – Gebühr zur Benutzung der Driving Range.

Trolley – ein Wagen, auf dem die Golftasche festgeschnallt wird, um die Ausrüstung über den Platz zu ziehen. So ähnlich wie der Trolley, mit dem man gemütlich in den nächsten Urlaub nach Österreich fahren kann!

Aufbau eines Golfplatzes – Begriffe

Damit ihr euch auf dem Platz nicht verlauft, wenn euch gesagt wird, ihr sollt zur Driving Range gehen und stattdessen im Grün landet, versorgen wir euch mit den wichtigsten Begriffen, die den Aufbau eines Golfplatzes beschreiben.

Abschlag – hier findet der erste Schlag auf einer Bahn statt. Die Abschlagspunkte sind in der Regel gekennzeichnet und befinden sich oftmals auf einer erhöhten Rasenfläche. Vorsicht vor anderen Anfängern, nicht dass ihr einen Schläger gegen den Kopf bekommt, das tut nämlich weh!

Back Nine – Bezeichnung für die zweiten neun Löcher eines Golfplatzes. Wenn ihr bis hierher gekommen seid, dann scheint ihr wirklich Spaß am Spiel gefunden zu haben, weiter so!

Bunker – künstlich angelegte, mit Sand befüllte Hindernisse. Sie befinden sich häufig im Bereich des Grüns. Sand im Schuh gibt es nicht nur am Strand!

Chipping Green – ein Teil der Driving Range, genauer gesagt eine Übungsanlage, um kurze Annäherungen zu trainieren. Nein, es handelt sich dabei natürlich nicht um einen extra angelegten Flirtbereich, mit Annäherung ist etwas ganz anderes gemeint – dazu mehr im nächsten Artikel.

Clubhaus – auch als „19. Loch“ bezeichnet. Hier befinden sich je nach Golfplatz die Rezeption, das Restaurant, die Umkleidekabinen, der Shop usw. Die Bezeichnung kommt daher, dass viele Golfer nach dem Ende ihrer Runde, als nach dem 18. Loch, noch im Clubhaus einkehren. Man munkelt, dass sich manch einer auf dieses Ende des Spiels am meisten freut …

Course – Bezeichnung für die gesamte Spielbahn über 18 Löcher.

Driving Range – eine Übungsanlage auf dem Golfplatz, die unterschiedliche Bereiche wie Putting Green oder Chipping Green beinhalten kann. Hier werden unterschiedliche Schläge mit unterschiedlichen Schlägern trainiert.

Fairway – die kurzgemähte Spielfläche zwischen Abschlag und Grün. Also die Fläche, auf der sich Anfänger wohl am meisten aufhalten …

Front Nine – dies bezeichnet die ersten neun Löcher eines Golfplatzes – auf geht’s!

Grün – auch „Green“ genannt. Dies ist die Fläche, auf der die Fahne steht und das Loch gesetzt ist. Das Gras ist an dieser Stelle besonders kurz geschnitten. Und die Herausforderung für Anfänger besonders groß – es sei denn, ihr seid im Minigolf bereits echte Könner, dann könnte euch ein sanfter Schlag ins Ziel gut gelingen!

Hole – auch „Loch“ genannt. Das Ziel einer jeden Bahn.

Out of Bounds – auch „Aus“. Die Grenze der Spielbahn wird häufig durch weiße Zäune oder Pfosten markiert. Schlägt ein Spieler seinen Ball hinter diese Markierung, ist der Ball im Aus und darf nicht mehr gespielt werden. Der Spieler muss dann von der gleichen Stelle wie vorher einen neuen Ball spielen und kassiert einen Strafschlag.

Pin – englische Bezeichnung für die Fahne bzw. den Fahnenstock, der das Grün einer Bahn kennzeichnet.

Pitching Green – Übungsfläche auf der Driving Range zum trainieren von Pitches. Jetzt müsste man nur wissen, was Pitches sind … Mehr dazu später!

Putting Green – Übungsfläche auf der Driving Range zum Trainieren von Putts. Auch das muss wohl noch weiter erläutert werden …

Rough – die Fläche außerhalb der Spielbahn, die in der Regel nicht gemäht wird und entsprechend über hohes Gras verfügt.

Semi Rough – höheres Gras, das sich am Spielbahnrand befindet. Es ist nicht so kurz wie das des Fairways, aber auch nicht so hoch wie das des Roughs. Semi eben …

Tee – dies bezeichnet einen kurzer Stift, auf dem der Ball beim Abschlag (und ausschließlich bei diesem) gelegt wird. Tee bezeichnet aber auch den gesamten Abschlagsbereich. Wenn von Tee Time die Rede ist, gibt es also keinen leckeren Tee für die ganze Runde.

Vorgrün – wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um die Fläche vor dem Grün. Das Gras ist kürzer als auf dem Fairway, aber etwas länger als auf dem Grün.

Wintergrün – auf vielen Golfplätzen darf aus Gründen der Schonung das normale Grün nicht bespielt werden. Da manche Golfplätze dennoch in der kalten Jahreszeit geöffnet haben, wird auf dem Fairway ein spezielles Wintergrün angelegt.

Spezielle Fachbegriffe in Golf

Wie der Golfplatz aufgebaut ist – das wisst ihr nun. Die wichtigsten Ausdrücke zu den Regeln und Schlägen kennt ihr dank unseres Golf-Grundwissens nun auch. Wollen wir das nicht noch ein bisschen vertiefen, sodass ihr zumindest theoretisch schon echte Profis seid? Großartig spielen müsst ihr aber selbst! Wir können euch aber gerne die besten Golfschulen des Landes empfehlen.

Albatros – wenn ein Loch, das mit 5 Par ausgewiesen ist, in nur zwei Schlägen geschafft wird, nennt man dies „Albatros“.

Birdie – wenn ein Loch mit einem Schlag weniger als Par geschafft wird, nennt man dies einen Birdie.

Bogey – wenn ein Loch mit einem Schlag mehr als Par gespielt wird, nennt man dies einen Bogey. Zwei Schläge über Par wird als Doppel-Bogey bezeichnet. Drei Schläge über Par entsprechend Triple-Bogey.

Divot – ein Divot ist ein Rasenstück, das bei einem Schwung herausgeschlagen wurde. Übrigens: Die Etikette besagt, dass dieses Stück sorgsam wieder eingesetzt werden soll.

Dogleg – eine Spielbahn, die nicht gerade verläuft, sondern nach links oder rechts abknickt.

Eagle – wenn ein Loch mit zwei Schlägen unter Par geschafft wird, nennt man dies einen Eagle.

Explosionsschlag – ein Schlag aus dem Bunker, bei dem sehr viel Sand aufgewirbelt wird. Der Name ist Programm, Vorsicht vor Sand in den Augen!

Flight – Bezeichnung für eine Gruppe aus Spielern. Diese besteht aus mindestens zwei und maximal vier Personen.

Girlie – auch „Lady“ genannt. Hierbei handelt es sich um einen missratenen Abschlag, der nicht über das Damen-Tee hinausgegangen ist. Dieser Faux pas kostet den Spieler in der Regel eine Runde im Clubhaus – und das kann teuer werden!

Hole in One – spielt ein Spieler eine Bahn in nur einem Schlag, wird dies als Hole in One bezeichnet.

Luftschlag – ein ausgeführter Schlag, der den Ball aber nicht getroffen hat. Dieser wird dennoch als Schlag gezählt. Und schon geht das gute Handicap flöten …

Pitchmarke – eine Vertiefung, die durch den Ball nach einem Pitch im Gras entsteht. Gemäß Etikette sollte diese mithilfe einer Pitchgabel ausgebessert werden.

Rabbit – Bezeichnung für einen Golfanfänger. Also bloss nicht denken, dass euch da jemand als Häschen anmachen möchte 😉

Troubleshot – ein Schlag aus einer schwierigen Lage.

Lust auf Golf, aber keine Ahnung, ob das überhaupt etwas für euch ist? Hierzu empfehlen wir eines der zahlreichen Schnupperangebote der österreichischen Golfplätze in Anspruch zu nehmen, das ist wesentlich günstiger als direkt einen Kurs zu machen und zeigt euch schnell, ob Golf überhaupt etwas für euch ist.

Hier findet ihr über einhundert Golfplätze in ganz Österreich.

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