Hotel vs Hütte. Urlaub mit Kind.

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Holz hacken, Kamin einheizen, einkaufen und kochen – das sollte entspannend sein?

Mein erster Gedanke war ‚Niemals!‘

Meine Erfahrung sagt ‚Das war mein bester Urlaub in den letzten 2 Jahren!‘

Suche nach Erholung

In den letzten 2 Jahren war ich mit meiner Familie in Kroatien, Ungarn, Tunesien und Österreich auf Urlaub. Es war immer mindestens ein 4 Sterne Hotel mit Halbpension oder all-inklusiv. Auch diverse Leistungen für Kinder haben uns eine Erholung versprochen. Jedoch haben wir von einer Erholung nie wirklich was mitbekommen.

Noch beim Planen, Einkaufen und Zusammenpacken für unseren Urlaub auf der MarktlAlm auf der Turrach habe ich mich auf den anstrengendsten Urlaub meines Lebens vorbereitet … Mehr Arbeit wie Zuhause und dazu noch ein 18 Monate altes Kind. Das kann was werden, dachte ich mir. In Wirklichkeit wurde dieser Urlaub zu der größten Überraschung. Und das im positiven Sinne.

Dieser geheimnisvolle Erholungsfaktor hat mich so dermaßen fasziniert, dass ich ihn mit anderen Eltern auf der Suche nach Erholung teilen möchte.

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Das sind meiner Meinung nach die wichtigsten Unterschiede zwischen Hütten- und Hotelurlaub.

Fläche zum Toben

In unseren gescheiterten Urlauben haben wir das Wichtigste gelernt: Ein typisches Doppelzimmer ist für zwei Erwachsene und ein Kind einfach zu klein. Kinder wollen rollen/krabbeln/laufen/spielen. Für all das haben sie ziemlich genau 2 Quadratmeter auf einer Seite vom Bett und gleich viel auf der anderen. Logisch, dass das Kind und auch die Eltern schon bald in dem kleinen Raum durchdrehen (bitte nicht den Koffer vergessen, der auch irgendwo rumliegt und seine Quadratmeter beansprucht).

In der Hütte hatten wir ca. 70 Quadratmeter auf 2 Stockwerke aufgeteilt. So konnte unsere Tochter im Erdgeschoss diverse Spiele unternehmen und das vor Kurzem gelernte Gehen üben. Da haben wir endlich aufgeatmet. Sicher muss man immer aufpassen, das ist man von Zuhause sowieso gewohnt, aber das Kind ist beschäftigt, es hat Platz und wir haben keinen Stress. Die Koffer sind in den Schlafzimmern auf dem 1. Stock verstaut – also keine Gefahr vom kleinen ‚Auspack-Monster‘ – denn dem ist der Zutritt zum 1. Stock versperrt.

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Unterstützende Kräfte

Ausschlafen so lange wie man will, frühstücken in Ruhe, ein Gläschen Wein am Abend beim Kaminfeuer genießen, bei einem Saunagang endlich zu zweit entspannen … Wann haben wir das zuletzt gemacht? Aber keine Angst – unterstützende Kräfte wie Großeltern machen es wieder möglich.

Verächtlich sahen wir früher die Eltern an, die Großeltern in den Urlaub mitnahmen. ‚Schwächlinge‘ – haben wir uns gedacht. Alleine die Kosten für ein extra Zimmer machten solch eine Idee verrückt. Bei der Hütte schaut die Sache aber anderes aus. Ob man nun mit Unterstützung oder ohne in den Urlaub fährt, die Hütte kostet gleich viel. Deswegen haben wir in unseren Urlaub bei der MarktlAlm die Oma mitgenommen und DAS WAR HERRLICH! Jetzt konnten wir endlich nachvollziehen, wie schlau die anderen Eltern eigentlich waren.

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Ruhe

Eine Hütte mit einem großartigen Ausblick auf die Nockalm ganz für uns allein … Und was ich genial fand, waren eine Sauna und ein HotPot, die wir auch mit niemandem teilen mussten. Das machte den ganzen Winterurlaub viel gemütlicher. Nach einem kalten und abenteuerlichen Tag in der Sauna entspannen und aufwärmen, sich mit Schnee einreiben und in den HotPot „reinspringen“. Das kann was!

Während bei den meisten Hotels die Sauna bis maximal 22 Uhr geöffnet ist, kennt die eigene Sauna keine Öffnungszeiten. So kann sich auch die Oma nach einem harten Tag ihre wohlverdiente Entspannung holen (natürlich nur, wenn das Kind vorher niedergelegt worden ist).

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Freiheit

In Hotels muss man sich an Zeiten halten: Frühstücks-, Mittags- und Abendessenszeiten … Nicht gerade optimal für Langschläfer oder Eltern mit Schlafentzug. Ein Hüttenurlaub bietet diesbezüglich die absolute Freiheit. Man kann frische Semmeln zum Frühstück bestellen, diese werden relativ früh vor die Tür geliefert und es wird dabei keiner gestört. Man kann frühstücken, wenn man ausgeschlafen ist. Wann auch immer das ist 🙂

Das Mittag- oder Abendessen muss man nicht kochen – man kann immer irgendwohin essen gehen. Man ist flexibel und es kommt kein Stress auf. In einer Hütte so wie wir es hatten – für 6-8 Personen – hat man auch genug Leute im Haus, die auch beim Kochen behilflich sein können. Dann geht alles leichter und schneller.

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Sport&Freizeit Angebot

Schifahren, Snowboarden, Rodeln, Schneeschuhwandern und Eislaufen auf dem Turrachersee beschreiben am besten den Winter auf der Turrach. Das Highlight unseres Urlaubes war Schlitten-Eislaufen. Das ist Eislaufen und dabei unsere Tochter auf den Schlitten hinterher ziehen. Das hat ihr richtig Spaß gemacht! Auch Kinderwagen-Eislaufen und Hunde-Eislaufen waren ganz neue Sportarten, die wir für uns entdeckt konnten. Da die Eislaufstrecke über den gesamten See verläuft und ein Teil davon bis 22 Uhr abends beleuchtet ist, macht Eislaufen hier allen Spaß! Ob Profis oder Anfänger – der Turrachersee ist eine tolle Location für alle. Noch ein Highlight war der eigene MarktlAlm-Streichelzoo, der pure Begeisterung bei unserer Tochter hervorrief. Und nicht zu vergessen: Der Nockiflitzer bietet Spaß zu jeder Jahreszeit. Kinder dürfen ab 3 Jahre mitfahren.

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Einzigartige Gesamtpaket

Wenn ihr mich fragt, welcher von den oben genannten Faktoren am meisten zu dem besonderen Erholungsfaktor beigetragen hat … Ich glaube, es war das Gesamtpaket. Hüttenurlaub ist einfach für Familien mit hohen Flexibilitätsanforderungen geschaffen. Ich empfehle es vom ganzen Herzen weiter.

Viel Erholung beim nächsten Familienurlaub!

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